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Folgeprojekt "Oral-History.Digital 2" bewilligt

Folgeprojekt oh.d 2: 2023 bis 2026

Folgeprojekt oh.d 2: 2023 bis 2026

News vom 03.07.2023

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Interviewportal "Oral-History.Digital" für weitere drei Jahre.

Ende Juni wurde der Förderantrag "Oral-History.Digital 2. Konsolidierung und Optimierung der Erschließungs- und Rechercheplattform für audiovisuelle narrative Interviews" bewilligt. Damit kann der 2020 begonnene Aufbau einer Informationsinfrastruktur für Zeitzeugen-Interviews fortgesetzt werden.

Die narrativen Interviews der Oral History sind wichtige Quellen und Forschungsdaten in der Geschichtswissenschaft und weiteren Sprach-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Im digitalen Wandel wird ihre FAIRe Archivierung und – auch interdisziplinäre – Sekundärnutzung zunehmend nachgefragt. Daher wurde seit 2020 mit DFG-Förderung die Informationsinfrastruktur Oral-History.Digital (oh.d) aufgebaut. Sie unterstützt sammelnde Institutionen und Interviewprojekte bei der Archivierung, Erschließung und Bereitstellung, Forschende und Lehrende bei der sammlungsübergreifenden Recherche, Annotation und Auswertung von Oral History-Interviews. In dem seit 2020 laufenden Projekt wurde ein funktionsfähig implementierter Prototyp erarbeitet, eine User Community aufgebaut und ein finanziell und rechtlich gangbares Betriebsmodell entwickelt.

In dem im Oktober 2023 beginnenden Folgeprojekt oh.d 2 werden die Funktionen der Infrastruktur für den Regelbetrieb konsolidiert, einzelne Services weiterentwickelt und integriert, die Datenbasis ausgebaut und die Kooperation mit der User Community interdisziplinär und international erweitert und verstetigt. In sieben Arbeitspaketen (Beratung und Community, Software-Konsolidierung, Software-Integration, Evaluation, Interoperabilität, Interdisziplinarität und Internationalität, Koordination) schafft oh.d 2 ein übergreifendes Nachweissystem und eine quellenspezifische Forschungsumgebung, die eine standardkonforme Erschließung und Archivierung ebenso unterstützt wie digitale Recherchen und Analysen.

In diesem Projekt kooperiert die Freie Universität Berlin (FUB, Universitätsbibliothek/CeDiS) mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (UniBA, Lehrstuhl Medieninformatik), der FernUniversität in Hagen (FeU, Institut für Geschichte und Biographie), der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU, Neuere und Neueste Geschichte), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU, Bayerisches Archiv für Sprachsignale) und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (WdE, Werkstatt der Erinnerung). Darüberhinaus bringen über ein Dutzend Pilotarchive ihre Interviews, Erfahrungen und Anforderungen ein.

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