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2025 - 2026: Rück- und Ausblick

Perspektive 2026

Perspektive 2026

News vom 24.01.2026

Liebe Nutzer*innen und Partner*innen des Interviewportals Oral-History.Digital,

zum Start ins nun nicht mehr ganz so Neue Jahr ein Veranstaltungshinweis:

Do, 11.6. 2026: Tagung „oh.d26“ in Berlin

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, treffen wir uns in Berlin-Dahlem zur Tagung „oh.d26“. Bei dieser Veranstaltung (14-21 Uhr) möchten wir neue Archive, Entwicklungen und Nutzungsmöglichkeiten mit Ihnen vorstellen, diskutieren und feiern. Zum Programm gehört auch eine Keynote von Alessandro Portelli. Bitte merken Sie sich den Termin vor. Programm und Anmeldeformular folgen.

Und nun ein kleiner Rück- und Ausblick:

Seit September 2023 betreibt die Freie Universität Berlin die digitale Infrastruktur „Oral-History.Digital. Interviewportal – Erschließungsplattform – Forschungsumgebung“.

Derzeit verzeichnet das Portal rund 50 Archive mit 5.000 Interviews von zahlreichen Museen, Stiftungen und Universitäten. 40 Institutionen haben Verträge mit der FU Berlin geschlossen, um ihre Bestände mit Oral-History.Digital zu erschließen und bereitzustellen. Neu hinzugekommen sind u.a. die Universität Erlangen-Nürnberg, die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und die zur Geschichte der Care-Migration arbeitende Initiative Masala Movement. Bereits vorhandene Archive wie das Archiv „Deutsches Gedächtnis“ haben zahlreiche weitere Interviews zugänglich gemacht.

Gemeinsam mit den Projektpartner*innen wurde die Plattform weiter ausgebaut. Neue Funktionen in der Software kamen hinzu, Fehler wurden behoben, die Benutzbarkeit verbessert. Zu den Neuentwicklungen im vergangenen Jahr gehören ein noch differenzierteres Rechtemanagement für sensible Interviews, eine bessere Anzeige von Videos, Transkripten und Übersetzungen sowie Schnittstellen zur Nationalen Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI) und zu Normdatenanbietern für eine bessere Auffindbarkeit. Eine Übersicht über Neuentwicklungen und Software-Verbesserungen im ersten und im zweiten Halbjahr 2025 findet sich unter: https://www.oral-history.digital/projekt/index.html#hj1-2025

Intensiviert wurde die Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschenden und Infrastrukturen aus den Sprach-, Literatur-, Sozial- und Kulturwissenschaften, u.a. über die Nationale Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI). Zahlreiche Workshops, Tagungen und Colloquien stärkten die interdisziplinäre und internationale Vernetzung, u. a. durch Beiträge zur European Social Science and History-Conference im März 2025 in Leiden (NL), zum Netzwerktreffen Oral History im Mai 2025 in Wien (A) und zur International Oral History Conference im September 2025 in Krakow (PL). In Gründung befindet sich eine Online-Arbeitsgruppe verschiedener Interviewarchive in Europa. Verschiedene Publikationen machten Oral-History.Digital bekannt. Im Erscheinen ist ein Themenheft von "BIOS - Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen" mit dem Arbeitstitel "Erinnerungen und Algorithmen. Oral History im digitalen Wandel". Mehr Informationen: https://www.oral-history.digital/news

Die Zusammenarbeit mit NFDI4Memory, dem geschichtswissenschaftlichen Konsortium der Nationalen Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI), wurde intensiviert. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden die Belange der Oral History eingebracht, um diese Quellengattung im Sinne der FAIR-Prinzipien auffindbar, zugänglich, verknüpfbar und nachnutzbar zu machen. Das Transkriptionsangebot „ASR4Memoryder Freien Universität Berlin wurde in das Serviceportfolio von NFDI4Memory aufgenommen und wird 2026 erweitert und verbessert. In 2026 wird an einer Anbindung von Oral-History.Digital an den von 4Memory geplanten Data Space gearbeitet. Mehr Informationen: https://www.fu-berlin.de/sites/interviewsammlungen/forschung/nfdi4memory

Seit 2025 arbeitet die FU Berlin auch im sprachwissenschaftlichen NFDI-Konsortium „Text+“ mit. Das Projekt „Text+oh.d“ machte die in geschichtswissenschaftlichen Projekten erarbeiteten Interviewbestände für die text- und sprachbasiert arbeitenden Forschungscommunities besser auffindbar. Dafür werden Metadaten zu den in Oral-History.Digital verfügbaren Archiven, Sammlungen und Interviews nun über eine Schnittstelle in den Formaten DataCite und Dublin Core bereitgestellt und in Bezug auf Archiven und Sammlungen in der Text+-Registry nachgewiesen. Zudem können Transkripte aus Oral-History.Digital – bei vorliegender Berechtigung – nun auch als XML-Datei in dem von der Text Encoding Initiative entwickelten TEI-Format exportiert werden. Dieser vor allem in digitalen Editionen weit verbreitete Standard erhöht die Interoperabilität von Oral History-Interviews mit anderen Forschungsdaten. Mehr Informationen: https://www.fu-berlin.de/text_ohd

Im März 2025 startete das von der DFG geförderte Projekt „Open.Oral-History. Empfehlungen und Werkzeuge für die Risikobewertung, Anonymisierung und Bereitstellung rechtlich geschützter und ethisch sensibler audiovisueller Interviews“. Mit juristischer Unterstützung erarbeiten wir eine praxisorientierte Handreichung sowie eine Risikomatrix. Außerdem entsteht ein KI-gestütztes Anonymisierungsverfahren, das die Voraussetzungen für die Nachnutzung der audiovisuellen Quellen verbessert. Mehr Informationen: https://www.fu-berlin.de/ooh

Seit Januar 2026 intensivieren wir im Rahmen der Berlin University Alliance in dem Projekt „Sharing Multimodal Data“ unsere Zusammenarbeit mit den Berliner Universitäten, um Sammlungen audiovisueller Forschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien nutzbar zu machen. Mehr Informationen: https://audio-visual.digital.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen und Euch.

Herzlichen Gruß

Das Projektteam von Oral-History.Digital

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•       Mailadresse: mail@oral-history.digital
•       Projektwebseite: https://www.oral-history.digital
•       Interviewportal: https://portal.oral-history.digital
•       Neuentwicklungen: https://www.oral-history.digital/projekt/index.html#hj1-2025
•       Github: https://github.com/oral-history-digital

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