17.2.: "Text+oh.d" Projektabschluss
News vom 10.02.2026
Abschlusspräsentation des Projekts „Text+-Schnittstellen zu den Interview-Sammlungen in Oral-History.Digital“
Im Rahmen einer Online-Veranstaltung des sprachwissenschaftlichen NFDI-Konsortium „Text+“ präsentieren alle im Jahr 2025 bearbeiteten Text+-Kooperationsprojekte ihre Projektergebnisse. Erstes in der Reihe ist das von Peter Kompiel vorgestellte Projekt „Text+-Schnittstellen zu den Interview-Sammlungen in Oral-History.Digital“, kurz "Text+ohd" der Freien Universität Berlin.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 17. Februar 2026, 10-12 Uhr, online statt. Weitere Informationen finden Sie unter https://events.gwdg.de/event/1350/.
Das Interviewportal "Oral-History.Digital" und der Bereich "Digitale Interview-Sammlungen" der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin gehören seit 2025 zu den Daten- und Kompetenzzentren des sprachwissenschaftlichen Konsortiums „Text+“ der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Als eines von 26 fachwissenschaftlichen Konsortien innerhalb der NFDI fördert „Text+“ die nachhaltige Nutzung von sprach- und textbasierten Forschungsdaten in verschiedenen Disziplinen.
Durch das Projekt „Text+oh.d“ sind die in geschichtswissenschaftlichen Projekten erarbeiteten Interviewbestände für die text- und sprachbasiert arbeitenden Forschungscommunities besser auffindbar. Dafür werden Metadaten zu den in Oral-History.Digital verfügbaren Archiven, Sammlungen und Interviews nun über eine Schnittstelle in den Formaten DataCite und Dublin Core bereitgestellt und für Archive und Sammlungen in der Text+-Registry nachgewiesen. Zudem können Transkripte aus Oral-History.Digital – bei vorliegender Berechtigung – nun auch als XML-Datei in dem von der Text Encoding Initiative entwickelten TEI-Format exportiert werden. Dieser vor allem in digitalen Editionen weit verbreitete Standard erhöht die Interoperabilität von Oral History-Interviews mit anderen Forschungsdaten.
Das vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim geleitete Konsortium „Text+“ vereint verschiedene Daten- und Kompetenzzentren von Universitäten und Akademien in den Bereichen Korpora und Textsammlungen, Lexikalische Ressourcen, Editionen sowie Infrastruktur. Datenzentren sind Partnereinrichtungen von Text+, die sich auf die Erfassung, Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung von Forschungsdaten konzentrieren. Kompetenzzentren bringen ihr Fachwissen beim Aufbau der Text+-Angebote einbringen und bieten Unterstützung in spezifischen Bereichen an.
Das Team „Digitale Interview-Sammlungen“ an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin ist ein Kompetenzzentrum für die Oral History. Es erarbeitet gemeinsam mit Forschenden der Freien Universität Berlin als auch externen Partnern interaktive Forschungs- und Lernumgebungen für Oral-History-Sammlungen (https://www.fu-berlin.de/dis). Zu den Themen gehören neben Nationalsozialismus und Holocaust auch Interviews zur Geschichte der Freien Universität, des DDR-Grenzregimes, des Kirchenasyls oder der deutschen Sektensiedlung „Colonia Dignidad“ in Chile. Die Expertise des Teams deckt den gesamten Prozess von der Interviewführung über das Sammlungsmanagement, die (automatisch unterstützte) Transkription und wissenschaftliche Erschließung bis zur digitalen Bereitstellung und didaktischen Aufbereitung von Oral History-Interviews ab.
Das hier betreute Interviewportal Oral-History.Digital ist ein Datenzentrum für die audiovisuellen Forschungsdaten aus der Oral History. In dieser Erschließungs- und Recherche-Plattform können Forschende und andere Interessierte die Interviewsammlungen über Filter- und Volltextsuche sammlungsübergreifend durchsuchen. Interviewprojekte in Museen, Universitäten oder Stiftungen können ihre Audio- und Video-Interviews mit Begleitmaterialien hochladen und mit Werkzeugen für Transkription oder Verschlagwortung bearbeiten. Derzeit verzeichnet „Oral-History.Digital“ über 40 Archive mit über 5000 Interviews von über 40 verschiedenen Institutionen (https://www.oral-history.digital/).
Die Freie Universität Berlin beteiligt sich an der NFDI auch im geowissenschaftlichen Konsortium NFDI4Earth, im geschichtswissenschaftlichen Konsortium NFDI4Memory und im übergreifenden NFDI-Verein. Die NFDI will dezentral, projektförmig und temporär gespeicherte Forschungsdaten systematisch für die Wissenschaft erschließen und zugänglich machen. Nach den FAIR-Prinzipien (findable, accessible, interoperable, reusable) sollen Forschungsdaten nachhaltig auffindbar, zugänglich, verknüpfbar und wiederverwendbar sein.
Weitere Informationen
- Veranastaltungsprogramm: https://events.gwdg.de/event/1350
- Website von „Text+ohd“: https://www.fu-berlin.de/text_ohd
- Website von „Text+“: https://text-plus.org
- Website von „Oral-History.Digital“: https://www.oral-history.digital

